Neuanfänge

Im Jahr 2007, nach sieben Jahren im neuen Kloster stecken die Schwestern in einem Matten-Kapitel den Rahmen für den Weg in die Zukunft ab, um den Blick wieder stärker nach außen zu richten. Sie beschließen, in der Stadt Schwäbisch Gmünd oder an einem anderen Ort in einem kleinen Konvent präsent zu sein, Kontakt mit Frauen der Justizvollzugsanstalt Gotteszell und mit Drogenabhängigen in deren Anlaufstelle LIMIT aufzubauen.
Zwei Jahre später befasst sich ein Gremium von Schwestern konkret mit der Bildung von Kleinkonventen als zukunftsweisendes Modell.

Interkongregationale Station Maria Magdalena in Ulm

Im Sommer 2009 wird in Ulm, einem alten dominikanischen und franziskanischen Territorium, der erste Kleinkonvent als Interkongregationale Station gegründet. Die Franziskanerinnen der ewigen Anbetung Schwäbisch Gmünd und die Dominikanerinnen von St. Ursula in Augsburg betrauen Sr. Benedicta Ewald OSF und Sr. Dr. Aurelia Spendel OP mit der Aufgabe, sich der Geistlichen Begleitung einzelner Ordensfrauen und -männer zu widmen und die Entwicklung des Ordenslebens durch Ordensbegleitungen praktisch und spirituell zu fördern und zu inspirieren. Die Einweihung der Station Maria Magdalena findet am 6. Dezember 2009 statt.

Konvent St. Clara

Ein längerer Weg des Suchens und Fragens führt zur Errichtung der Station St. Clara in Winnenden, einem exemplarischen Ort der Gewalt: des Amoklaufs von Winnenden und Wendlingen im März 2009. Drei Schwestern sind bereit, den Schritt in unbekanntes Terrain zu wagen. Mitte Mai 2010 beziehen die Schwestern M. Armella Moosmann, M. Claudia Härle und Joyce Machikattu eine Wohnung im Zentrum von Winnenden.
Im August entscheidet Schwester M. Gerlinde Matheis, sich dem Konvent anzuschließen. Die kleine Gemeinschaft will zunächst ohne vordefinierte Aufgaben in Winnenden präsent sein. Sie lassen sich mit den Menschen ihrer Umgebung auf Suchbewegungen nach den Spuren Gottes in ihrer konkreten Welt ein.
Am 6. Januar 2011, dem Fest der Erscheinung des Herrn, wurde St. Clara eingeweiht. Personell haben sich zwischenzeitlich Veränderungen ergeben. Zwei Mitschwestern kehren ins Mutterhaus zurück, dafür zieht Schwester M. Birgitta Kunsch im Sommer 2012 nach Winnenden. In dieser Schwesternstation erfolgt die Ordensausbildung. Seit April 2014 lebt eine Postulantin mit im Konvent.